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Das Zentrum für Innovationskompetenz CELISCA hat der Universität Rostock zu einem starken Profil verholfen

(Rostock-Berlin 28.5.2008) Vor der großen Evaluierung der sechs Zentren für Innovationskompetenz der ersten Förderrunde, die im August beginnt, konnten sich Hans-Peter Hiepe (BMBF) und Dr. Hartmut Paetsch (Projektträger Jülich) bei ihrem Besuch am 28. Mai 2008 von der Arbeit bei CELISCA (Center for Life Science Automation) überzeugen.

Auftakt des Besuchs war ein Treffen mit dem Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Thomas Strothotte. Seit eineinhalb Jahren im Amt verfolgt der aus Kanada stammende Informatiker ein großes Ziel: Die Universität Rostock soll bis 2019 mit einem unverwechselbaren Profil glänzen.

Bis zur dann anstehenden 600 Jahrfeier hat sich der Rektor drei Themen auf die Fahnen geschrieben. Er nennt sie Profillinien: Aging Science and Humanities, Maritime Systems und Science and Technology of Life, Light and Matter. Dabei steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit ganz oben. "In einer Fakultät alleine können wir nicht topp sein, aber in der Verbindung von `Licht, Materialien und Medizin´, da wollen wir die Besten sein!", sagte Strothotte.

Die tragende Säule dieser Profillinie ist das seit drei Jahren bestehende Zentrum für Innovationskompetenz CELISCA in Warnemünde, das im Rahmen der BMBF-Innovationsinitiative für die Neuen Länder, "Unternehmen Region", gefördert wird. „'Unternehmen Region' hilft uns, Stärken zu stärken“, lobt Strothotte die BMBF-Initiative. Auch die Leiterin von CELISCA, Prof. Dr.-Ing. Kerstin Thurow, würdigt die Millionen-Förderung, ohne die "CELISCA heute nicht da stehen würde wo es steht. Danke, dass Sie damals an uns geglaubt haben!"

CELISCA ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das Automatisierungsverfahren auf dem Gebiet der Life Science entwickelt. In den beiden Nachwuchsforschungsgruppen Technologies und Applications suchen Ingenieure und Ingenieurinnen sowie Naturwissenschaftler/-innen nach innovativen Lösungen für aktuelle und zukünftige Problemstellungen. Bei CELISCA werden bessere Verfahren und Produkte für die Life Sciences in wesentlich kürzeren Zeiträumen entwickelt.

Thurow und die beiden Nachwuchsforschungsgruppenleiter, Dr. Man-Kin Tse und Dr. Mohit Kumar, orientieren sich bei ihren Forschungen sowohl an den Bedürfnissen der Wissenschaft als auch an denen der Wirtschaft. Die Themen leiten sie aus aktuellen Entwicklungen in der Life Science Industrie ab. Dabei wird die Bandbreite der Life Sciences großflächig abgedeckt.

Beim Rundgang durch die Labore des Zentrums konnten sich Hans-Peter Hiepe und Dr. Hartmut Paetsch über den Stand von Forschung und Entwicklung bei CELISCA informieren, z B. über ein automatisiertes Zellhandlingsystem, ein Netz aus drahtlos verbundenen Sensoren zur Temperaturbestimmung oder einen Reinraum im Reinraum, der eine keimfreie und partikelfreie Umgebung schafft, wie sie für die Arbeit mit Stammzellen unerlässlich ist.

CELISCA hat eine hohe wissenschaftliche Reputation: Neben zahlreichen Publikationen und internationalen Verbindungen belegt dies jüngst die Wahl von Prof. Dr.-Ing. Thurow in den Vorstand der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.